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Die Energiewende braucht flüssige Energieträger (05.06.2018)

Leitstudie der Deutschen Energie-Agentur (dena)

 

Klimafreundlich erzeugte synthetische Energieträger, wie zum Beispiel E-Fuels, werden zukünftig einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Das ist eines der Ergebnisse der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) präsentierten Leitstudie Integrierte Energiewende. „Indem sie die Rolle nahezu treibhausgasneutraler flüssiger Energieträger für die Zukunft anerkennt, trägt die dena-Studie zu mehr Realismus in der Debatte bei und zeigt, wie wichtig es ist, den Klimaschutz mit einem breiten Technologiemix anzugehen. Als flüssige Energieträger könnten E-Fuels schrittweise bislang fossile Brenn- und Kraftstoffe, wie zum Beispiel Heizöl, Kerosin oder Diesel, ergänzen und auch als Ausgangsstoffe für die chemische Industrie bedeutsam sein“, kommentiert Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO).

Ein breiter Energiemix ist laut der dena-Leitstudie deutlich günstiger als Szenarien, die einen hohen Grad an Elektrifizierung vorsehen. „Ein solcher Energiemix, der E-Fuels mit einschließt, ist zudem der robustere Weg zu mehr Klimaschutz. Wenn zum Beispiel die Steigerung der Modernisierungsquoten im Gebäudebereich ins Stocken gerät, könnten mit weitgehend treibhausgasneutralen Brennstoffen die CO2-Minderungsziele dennoch erreicht werden“, so Willig.

„Flüssige Energieträger haben zahlreiche Vorteile: Sie besitzen eine hohe Energiedichte, lassen sich einfach speichern und transportieren, und für ihren Einsatz steht bereits heute eine hervorragende Infrastruktur bereit“, erklärt Willig. „E-Fuels ermöglichen es, diese Vorteile langfristig weiter zu nutzen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass sie in den heute verfügbaren Effizienztechnologien wie der Brennwerttechnik oder in Verbrennungsmotoren ohne aufwändige Umrüstungen einsetzbar wären. Das erhöht die Chance auf eine breite Akzeptanz der Energiewende: Klimaschutz wird möglich, ohne Versorgungswege und Anwendungstechnik kostenintensiv umbauen zu müssen.“

Quelle: IWO 

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